Grad der Behinderung und „Merkzeichen“ bei Autismus-Spektrum-Störungen – vom Nachteilsausgleich zum „Bumerang“

Beim Vorliegen einer Autismus-Spektrum-Störung wird, wenn ein Grad der Behinderung (GdB) von wenigstens 50 anerkannt wird, bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres nach der „Versorgungsmedizin-Verordnung“ „regelhaft“ das Merkzeichen „B“ (Notwendigkeit ständiger Begleitung) und in der Regel auch das Merkzeichen „H“ (Hilflosigkeit) mit entsprechenden Nachteilsausgleichen gewährt. Wenn z. B. unter Angabe der Schwerbehinderung und Merkzeichen eine Fahrerlaubnis beantragt, oder z. B. ein Jugendlicher sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren möchte, und inzwischen dank Förderung ein hohes Maß an Selbstständigkeit erreicht wurde, können diese Merkzeichen zum „Bumerang“ werden, weil Behörden die entsprechende Eignung infrage stellen. Diese Problematik und wie am besten damit umzugehen ist, soll in dem Vortrag an konkreten Beispielen erörtert werden.

Referent: Prof. Dr. med. Matthias Dose (Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie), kbo-Fachberater für Autismus-Spektrum-Störungen und Huntington-Krankheit

Zielgruppe: Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung, Angehörige, Fachkräfte und Interessierte

Termin: 21.09.2021

Ort: autkom

Zeitrahmen:18:00 – 20:00 Uhr

Teilnehmerzahl: mindestens 6 Teilnehmer*innen

Kostenbeitrag: 5 € (Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung kostenfrei)

Anmeldung unter: Telefon: 089 4522587-0; E-Mail: info@autkom-obb.de